Vernetzung auf allen Ebenen!

1. KEM-Fachveranstaltung 2016 im „Biosphärenpark Großes Walsertal“
Vernetzung auf allen Ebenen!

Die Zusammenhänge zwischen Klimaschutztourismus, Regionalmarken, Mobilität und BürgerInnenbeteiligung standen auf dem Programm der 1. KEM-Fachveranstaltung 2016 im „Biosphärenpark Großes Walsertal“. Dabei stand für die Klima- und Energie-ModellregionsmanagerInnen nicht zuletzt die Vernetzung mit Wirtschaft, Wissenschaft, Gemeinden sowie deutschen KollegInnen aus den 100% Erneuerbare Energieregionen im Zentrum.

Erste Informationen über das Große Walsertal gab der Thübingerberger Bürgermeister, Wilhelm Müller, gefolgt von einem Überblick über die Vorarlberger Energiestrategie, vorgestellt vom Energiekoordinator Christian Vögel.

Zum ersten Mal waren auch 15 deutsche Gäste, die KlimaschutzmanagerInnen der 100% erneuerbare Energieregionen mit an Bord, um sich auch länderübergreifend zu vernetzen – diese Übung ist – wie man dem Feedback entnehmen konnte – gelungen.

Die zentralen Inhalte - Erneuerbare Energie, grüne Verwaltung, Markenbildung, Klimaschutzkampagnen, E-Mobilität und Wärmeenergie – konnten intensiv diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Zum Schwerpunktthema Klimaschutztourismus mit Hauptaugenmerk auf Entwicklung regionaler Marken und Mobilität gab es eine Talkrunde mit VertreterInnen des Vereins für Konsumenteninformation Herrn Otto Fichtl, der Betriebsleiterin der Propstei Frau Birgit Sauter-Paulitsch, der Managerin des Biosphärenparks Frau Christine Klenovec, dem Masterplanmanager Thomas Madry aus Marburg-Biedenkopf und Frau Kerstin Biedermann-Smith, Geschäftsführerin Bludenz Tourismus.

Einheitliches Fazit war hier, dass regionale Marken von Touristen sehr positiv aufgenommen werden und jedenfalls die Identität der lokalen Bevölkerung stärken. Wie der „Tourismus der Zukunft“ aussehen wird – darüber wurde man sich nicht einig. Die Meinungen reichten von „zurück zur Einfachheit“ bis zum „unbedingten Ausbau der Wellness-Oasen“.

Warum klimafreundliche Mobilität in Tourismusgebieten oft scheitert ist einer unzureichenden Gepäcklogistik, umständlichem Umsteigen und fehlende Mobilität vor Ort zuzuschreiben, meinten die KEM-ManagerInnen in der Diskussion.

Der Informationsblock „Dies&Das“ mit seinen 17 AusstellerInnen war sehr gut besucht und spannte einen Bogen vom Projekt zur Umstellung der öffentlichen Beleuchtung in der KEM Schmidatal bis hin zum Forschungsprojekt Emorail und dem länderübergreifenden Klimaladen-Projekt der KEM Salzburger Seenland, uvam.

Für das Thema Bürgerbeteiligung konnte Bertram Meusburger vom renommierten Vorarlberger Büro Zukunftsfragen gewonnen werden. Er stellte neben Methodiken und Tools, die bei der Moderation von Beteiligungsprojekten hilfreich sein können auch vor, welche Dynamiken bei solchen Prozessen zumeist zu erwarten sind und wie damit umgegangen werden kann.